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Die Marksburg in Braubach

Marksburg Braubach

Zwischen Boppard und Koblenz liegt die rheinland-pfälzische Gemeinde Braubach im UNESCO-Welterbe des Oberen Mittelrheintals. Als einer der schönsten Ausflugstipps dieser Region gilt ein Besuch der hier auf einem Hügel thronenden Marksburg, die schon aus einiger Entfernung einen atemberaubenden Anblick bietet.

 

Einzigartige Burg am Rhein

Die Marksburg ist am besten über die parallel zum Rhein verlaufende Bundesstraße 42 zu erreichen. Direkt an der Bootsanlegestelle Mühlbach-Braubach sind ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden. Besucher treffen in unmittelbarer Nähe zunächst mit der Schlossanlage Philippsburg auf eine weitere Sehenswürdigkeit, die seit Ende der 1990er-Jahre auch Sitz des Europäischen Burgeninstituts ist. Liegt Schloss Philippsburg noch in der Talebene, so liegt die benachbarte mittelalterliche Marksburg auf einem Höhenzug und scheint ihre Hand schützend über den Ort zu erheben.

Der Schieferkegel der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Marksburg ragt rund 160 Meter in die Höhe. Das denkmalgeschützte Bauwerk weist eine historische Besonderheit auf, denn die Burg ist die einzige Mittelalterfestung am Mittelrhein, welche niemals zerstört oder stark beschädigt wurde. Ein durchaus bemerkenswerter Umstand, da die zahlreichen Burgen in der Region entweder zu Ruinen verfallen sind oder neuere Wiederaufbauten aus dem letzten und vorletzten Jahrhundert. Der nahezu vollständige Erhaltungszustand macht die Einzigartigkeit der Marksburg aus.

 

Tolle, abwechslungsreiche Entdeckungstour

Als Ausflugsziel Rhein und Oberes Mittelrheintal ist die Marksburg äußerst beliebt und bietet allein aufgrund seiner langen Geschichte viele interessante Aspekte. Die komplexe Anlage mit Bergfried, diversen Gebäudeteilen, den Bastionen und Zwingern ist wie geschaffen für eine Entdeckungstour in das mittelalterliche Leben. Schon beim Betreten des Zugbrückentores mit dem anschließenden tunnelartigen Zugang scheint die Zeitreise zu beginnen. Viele Besucher nutzen die geführten Touren, bei denen alle wissenswerten Details über die Burg in Erfahrung gebracht werden können. Am Fuchstor werden hierzu grundsätzlich alle Burggäste begrüßt und eingelassen, welche im Museumsshop ein entsprechendes Ticket erworben haben.

Der eigentliche Charakter des bemerkenswerten Bauwerks als Wehrfestung ist schnell erkennbar. Vom Wehrerker am Schartentor waren Angreifer hervorragend mit Pfeil und Bogen oder auch mit Steinen abzuwehren. Viele weitere Sicherungsanlagen wie die „Kleine und Große Batterie“ wurden im Laufe Epochen als zusätzliche Wehranlagen ergänzend angebaut. Hier stehen alte Kanonen und Geschütze, die das Rheintal unter Beschuss nehmen konnten. Durch den Wehrgang gelangt man in die Waffenstube, wo sich neben Hellebarden und Armbrüsten auch viele andere Utensilien bestaunen lassen. Ebenso beeindruckend stellt sich die Ausstellung in der Rüstkammer dar, eines der absoluten Highlights im Rahmen der Führung.

 

Faszination Marksburg

Der herrschaftliche Bau, der Romanische Palas aus dem Jahr 1239, ist der älteste Gebäudeteil der Burg. Viele Kemenaten geben einen charmanten Eindruck vom ursprünglichen Innenleben der einstigen Hausherren. Der große Rittersaal hingegen war das Zentrum des höfischen Beisammenseins, die nicht nur als Speisesaal, sondern war Ort für Veranstaltungen, Beratungen und Feierlichkeiten. Für die Versorgung sorgten Burgküche und Weinkeller. Eine der am imposantesten gestalteten Räumlichkeiten ist die Kapelle mit ihrem aus zehn Teilen bestehenden Gratgewölbe. Entstanden im Stil der Spätgotik befindet sie sich im Kapellenturm und beherbergt die Replik einer Madonnenstatue aus dem Jahr 1445.

Der zweite Turmbau ist der fast 40 Meter hohe Bergfried. Der schlanke Kantenbau war nicht nur Rückzugsort für den Fall einer feindlichen Eroberung, sondern diente auch zur Überwachung der Region und als repräsentatives Prestigeobjekt der Außendarstellung. Mit vielen weiteren Einzelheiten ist der Streifzug durch die mehr als 800-jährige Burggeschichte ein Abenteuer für alle Altersgruppen und Familien mit Kindern. Beginnend bei den Herren von Eppstein, den Grafen von Katzenelnbogen über die Grafschaften Hessen sowie das Herzogtum Nassau bis zur preußischen Königszeit erzählt die Marksburg eine faszinierende Historie. Alle weiteren Informationen für einen Besuch, Auskünfte zu Führungen, und Öffnungszeiten erhalten Interessierte unter:

 

Wohnmobilstellplatz Braubach

 

Marksburg – 56338 Braubach
Tel.: (02627) 206
Email: marksburg@deutsche-burgen.org
Webadresse: www.marksburg.de

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